Michael Steiner über «Wolkenbruch»

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Blick zurück · 9. Juli 2019

Am 19. August läuft der Film «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» auf unserer Grossleinwand auf dem Münsterplatz. Was Sie erwarten dürfen, erzählt Ihnen Michael Steiner selbst. Und auch, warum Sie Schirm und Hut besser zuhause lassen.

Was für ein Erfolg! Der Regisseur Michael Steiner feiert mit der Verfilmung von Thomas Meyers Bestseller «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» sein gelungenes Kino-Comeback. In der Hauptrolle brilliert der Zürcher Joel Basman als Motti Wolkenbruch – und das auf Jiddisch. 

Wie sind Sie mit dem Erfolg des Filmes zufrieden? Überrascht, erfreut oder?

Sehr erfreut. Weil man nie mit einem Publikumserfolg rechnen kann, auch wenn die Romanvorlage gut verkauft wurde. Die Zuschauer haben positiv auf das Thema reagiert, das freut mich als Regisseur natürlich sehr.

 

Kurz und knapp: Was dürfen unsere Gäste vom Film erwarten?

Der Film ist eigentlich ein Feel-Good Movie, der trotzdem eine Tragikomödie ist. Der junge orthodoxe Jude Mordechai Wolkenbruch, genannt Motti, hat ein Problem: Alle Heiratskandidatinnen, die seine Mutter ihm vorstellt, sehen genauso aus wie sie. Mottis Herz aber schlägt für seine Mitstudentin Laura, die nur einen Fehler hat: Sie ist keine Jüdin. Ist der Weg, den seine Eltern ihm vorgeben, richtig?

 

Was war die grösste Herausforderung für die Regie- und Drehbucharbeit bei «Wolkenbruch»?

Sicherlich die orthodoxe Kultur und das Jiddisch. Für mich war es wichtig, dass die Kultur authentisch dargestellt wird und die Sprache stimmt – mit Respekt und Sorgfalt. Einer umfangreichen Recherche folgte die intensive Zusammenarbeit mit Samuel Cohen, einem Aussteiger der orthodoxen jüdischen Gemeinde. Er hat uns sehr geholfen, die kulturellen Abläufe im Familienalltag und in der Gemeinde zu erfassen. Die andere Herausforderung bestand beim Cast, also die Suche nach den passenden Schauspielern und Schauspielerinnen. Ich denke, das ist uns geglückt. mit Inge, Joel, Udo, Aaron, Sunnyi, Noémie und allen weiteren. Motti zu spielen war alles andere als einfach. Joel Basman hat eine beeindruckende Leistung erbracht. Er lernte Jiddisch, trug Tag und Nacht Perücke und Bart.

 

Herr Steiner, Sie verstehen Ihren Film als Plädoyer für Toleranz – aber welche Bedeutung hat der Film «Wolkenbruch» für Sie beruflich wie auch persönlich?

Der Film hat für mich eine sehr grosse Bedeutung, schliesslich ist es meine erste Romantic Comedy. Zudem ist der Film nach sechs Jahren Leinwand-Pause mein Comeback und für mich mit bisher 300’000 Zuschauern natürlich ein gelungenes.

 

Für Sie ist es ein spezielles Ereignis den Film in Basel auf der Grossleinwand zu zeigen.

Ja. Ich selbst war und bin oft im Allianz Cinema. Ich liebe das Open-Air-Kino. «Wolkenbruch» zu zeigen wird eine Freude: Bei einer Komödie steckt sich das Publikum gegenseitig an und so steigt die Stimmung. Darauf bin ich gespannt. Ich selbst werde mit der Crew vor Ort sein.

 

Gibt es etwas, das Sie den Gästen von Allianz Cinema weiter- oder mitgeben möchten?

Ja! Sollte es regnen, nehmt einen Regenschutz mit und kommt trotzdem. Aber bitte lasst eure Schirme zuhause. Am besten gleich auch die Hüte, die stören leider auch die Sicht der Zuschauer.

 

Aus dem Nähkästchen: Was steht bei Ihnen aktuell oder als nächstes an?

Zurzeit beschäftige ich mich intensiv mit dem Projekt «Switzerländers». Im Frühling 2020 kommt der Film in die Kinos. Dabei übergebe ich die Dreharbeiten in die Hände der Schweizer. Bevölkerung. Machen Sie mit. Zum Beispiel mit Filmen vom Open-Air-Kino Allianz Cinema.

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